Was macht der Kalbskopf im Kelch?


Von byzantinischen Wandgemälden und russischen Ikonen2013-03-10_Vortrag_KB_Ikonen

Im Rahmen des Russischen Jahres zum 10-jährigen Jubiläum der Partnerschaft Höchstadts mit Krasnogorsk lädt der Förderkreis am kommenden Sonntag, den 10. März 2013 um 17 Uhr zum kunstgeschichtlichen Vortrag von Kerstin Blum „Was macht der Kalbskopf im Kelch? – Von byzantinischen Wandgemälden und russischen Ikonen“ in die Fortuna Kulturfabrik Höchstadt. Dies ist ein Vortrag aus der Reihe „KUNST-GESCHICHTEN: Bilder – Anekdoten – Hintergründe“ der studierten Komparatistin (Vergleichende Literaturwissenschaften), die neben ihrem vielseitigen Arbeitsalltag als selbstständige Lektorin, Übersetzerin und Dozentin über die Illustrierung der „Göttlichen Komödie“ promoviert. Bekannt ist die vielseitige Adelsdorferin auch als offizielle Dorf- und Schlossführerin ihrer Heimatgemeinde. Als versierte Dozentin und Rednerin kann Frau Blum auf eine ganze Reihe wissenschaftlicher Vorträge im In- und Ausland zurückblicken und war im April 2012 geladene Gastrednerin an der Schreiner University in Texas.

In ihrem Sondervortrag anlässlich der 10-jährigen Städtepartnerschaft beleuchtet Frau Blum das für gewöhnlich als besonders trocken erachtete Thema der russischen Ikonen von verschiedenen Standpunkten: Die Referentin setzt zunächst bei den „alten Römern“ an, und zwar bei der Spaltung ihres Herrschaftsgebiets in West- und Oströmisches Reich, die sich sowohl in politischer als auch in kultureller Hinsicht rasch auseinander entwickelten. Während im Westen Romanik und Gotik den Weg für die Renaissance bereiteten, bildete die oströmische Kultur die spezielle, von eigentümlicher Formelhaftigkeit geprägte Bildersprache der Ikonenmalerei heraus. Diese wird Kerstin Blum genauer unter die Lupe nehmen.

Sie erklärt ihren Ansatz folgendermaßen: „Meine eigene Aufmerksamkeitsspanne ist sehr kurz – nach fünf Minuten trockener Fakten fange ich an im Kopf meine Einkaufsliste zu erstellen – also ist es mir ein Anliegen, vor allem gemeinhin als trocken bezeichnete Themen derart zu präsentieren, dass mein Publikum vergisst auf die Uhr zu sehen.“ Das gelingt ihr, indem sie die Fakten in einen logischen Kontext verpackt, mit amüsanten Anekdoten spickt und ihr Publikum auf eine virtuelle Reise in die Zeit und Kultur des jeweiligen Themas entführt. Auf der Suche nach dem „Kalbskopf“ nimmt sie ihre Zuhörer nicht nur mit nach Moskau und in kleine orthodoxe Kirchen und Klöster, sondern auch in die Basilika San Vitale in Ravenna, den Markusdom in Venedig oder die Hagia Sofia in Istanbul.

Der Vortrag mit dem skurrilen Titel dauert ungefähr 1,5 Stunden und wird von einer halbstündigen Pause unterbrochen, in der sich die Besucher mit warmen und kalten Getränken sowie Snacks stärken können.

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